Die schöne Nacht

»Nun verlass' ich diese Hütte …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
Die schöne Nacht
Alternativer Titel (normiert, vorläufig)
Die Nacht
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Nun verlass' ich diese Hütte …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 1,44
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
92998

Fassungen aus dem Bereich »Texte«

Die schöne Nacht

Nun verlaß’ ich diese Hütte,

Meiner Liebsten Aufenthalt,

Wandle mit verhülltem Schritte

Durch den öden, finstern Wald:

Luna bricht durch Busch und Eichen,

Zephyr meldet ihren Lauf,

Und die Birken streun mit Neigen

Ihr den süßten Weihrauch auf.

Wie ergetz’ ich mich im Kühlen

Dieser schönen Sommernacht!

O wie still ist hier zu fühlen,

Was die Seele glücklich macht!

Läßt sich kaum die Wonne fassen;

Und doch wollt’ ich, Himmel, dir

Tausend solcher Nächte lassen,

Gäb’ mein Mädchen Eine mir.

Historisch überlieferte Fassungen

Gern verlass' ich diese Hütte
Meines Mädchens Aufenthalt.
Und durchstreich mit leisem Tritte
Diesen ausgestorbnen Wald.
Luna bricht die Nacht der Eichen,
Zephyrs melden ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süßsten Weyrauch auf.
Schauer, der das Herze fühlen,
Der die Seele schmelzen macht,
Wandelt im Gebüsch im Kühlen.
Welche schöne süsse Nacht!
Freude! Wollust! kaum zu fassen.
Und doch, Himmel, wollt' ich dir
Tausend deiner Nächte lassen,
Gäb mein Mädchen Eine mir.
Nun verlaß’ ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den öden, finstern Wald:
Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephyr meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süßten Weihrauch auf.
Wie ergetz’ ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!
Läßt sich kaum die Wonne fassen;
Und doch wollt’ ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb’ mein Mädchen Eine mir.
Gern verlaß ich diese Hütte
Meiner Schönen Aufenthalt.
Und durchstreich mit leisem Tritte
Diesen ausgestorbene Wald.
Luna bricht die Nacht der Eichen
Zephirs melden ihren Lauf,
Und die Bircken streun mit Neigen
Ihr den süßten Weyrauch auf.
Schauer der das Hertze fühlen
Der die Seele schmeltzen macht,
Wandelt im Gebüsch im Kühlen.
Welche schöne, süße Nacht!
Freude! Wollust! kaum zufaßen.
Und doch wolt ich Himmel dir
Tausend deiner Nächte laßen
Gäb mein Mädgen eine mir.
Nun verlaß ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den oeden öden finstern Wald:
Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephir meldet ihren Lauf,
Und die Bircken streun mit Neigen
Ihr den süßten Weyrauch auf.
Wie ergötz' ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht,
O wie still ist hier zu fühlen
Was die Seele glücklich macht!
Läßt sich kaum Kaum läßt sich läßt sich kaum die Wonne faßen,
Und doch wollt ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte laßen,
Gäb mein Mädchen eine mir.
Gern verlass' ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Tritte
Durch den ausgestorbenen Wald.
Luna bricht die Nacht der Eichen,
Zephirs melden ihren Lauf,
Und die Bircken streun mit Neigen
Ihr den süssten Weihrauch auf.
Schauer, der das Herze fühlen,
Der die Seele schmelzen macht,
Flüstert durch’s Gebüsch im Kühlen.
Welche süße, schöne Nacht.
Freude, Wollust kaum zu fassen!
Und doch wollt ich Himmel dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Ließ mein Mädgen eine mir.

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 Hagen-Nr. 34 🚧 Druck
🚧 S 8 Goethe’s Schriften. Achte … Druck
🚧 H.1 Lieder mit Melodien Madem … Abschrift
🚧 H.3 Vermischte Gedichte, Erst … Reinschrift
🚧 H.12 Beilage zu Brief an E. W. … 🚧

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe H.1, H.3, H.12 , Hagen-Nr. 34, S 8
hat Bezug zu Kräuter, Keilschen H.3
hat Bezug zu Ernst Wolfgang Behrisch, Bernhard Suphans H.12
datiert auf Anfang/Frühjahr 1768 Brüning/Henke 2025
datiert auf 1768 MA 3.2, 436
datiert auf Anfang 1768 DjG 1, 475
überliefert in 3 Handschriften H.1, H.3, H.12
überliefert in 2 Drucken Hagen-Nr. 34, S 8
Teil von Vermischte Gedichte, Erste Sammlung H.3
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Erster Verlust S 8
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Wechsel H.1
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Christel H.3
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Schadenfreude H.12
Nächster Nachbar in der Überlieferung Willkommen und Abschied S 8, H.3
Nächster Nachbar in der Überlieferung Die Freuden H.1
Nächster Nachbar in der Überlieferung An Venus H.12