Ach, daß die innre Schöpfungskraft
Durch meinen Sinn erschölle!
Daß eine Bildung voller Saft
Aus meinen Fingern quölle!
Ich zittre nur, ich stottre nur,
Und kann es doch nicht lassen;
Ich fühl’, ich kenne dich, Natur,
Und so muß ich dich fassen.
Bedenk’ ich dann, wie manches Jahr
Sich schon mein Sinn erschließet,
Wie er, wo dürre Haide war,
Nun Freudenquell genießet;
Wie sehn’ ich mich, Natur, nach dir,
Dich treu und lieb zu fühlen!
Ein lust’ger Springbrunn, wirst du mir
Aus tausend Röhren spielen.
Wirst alle meine Kräfte mir
In meinem Sinn erheitern,
Und dieses enge Daseyn mir
Zur Ewigkeit erweitern.
| Sigle | Titel | Überlieferungsform | |
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| H.5b | Gedichtsammlung von 1815, … | revidiertes Druckexemplar | |
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H.4 | Vermischte Gedichte, … | Reinschrift |
| Hagen-Nr. 540 | Physiognomische Fragmente … | Druck | |
| S 8 | Goethe’s Schriften. Achte … | Druck |
| Relation | Bezugsentität | Quelle |
|---|---|---|
| verfasst von | Johann Wolfgang Goethe | H.5b, H.4 , Hagen-Nr. 540, S 8 |
| datiert auf | 5. Dezember 1774 | Brüning/Henke 2025 |
| datiert auf | Anfang Dezember 1774 | MA 3.2, 443 |
| überliefert in | 2 Handschriften | H.5b, H.4 |
| überliefert in | 2 Drucken | Hagen-Nr. 540, S 8 |
| Teil von | Gedichtsammlung von 1815 | H.5b |
| Teil von | Vermischte Gedichte, Zweyte Sammlung | H.4 |
| Vorheriger Nachbar in der Überlieferung | Amor als Landschaftsmahler | H.5b, H.4, S 8 |
| Nächster Nachbar in der Überlieferung | Kenner und Künstler | H.5b, H.4, S 8 |