An Zachariä

»Schon wälzen schnelle Räder …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
An Zachariä
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Schon wälzen schnelle Räder …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 2,149
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
93453

Historisch überlieferte Fassungen

🚧

An Zachariä.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Schon wälzen ſchnelle Räder raſſelnd ſich und tragen
Dich von dem unbeklagten Ort,
Und angekettet feſt an Deinen Wagen
Die Freuden mit Dir fort.
Du biſt uns kaum entwichen, und ſchwermüthig ziehen
Aus dumpfen Hölen (denn dahin
Flohn ſie bey Deiner Ankunft, wie vorm Glühen
Der Sonne Nebel fliehn)
Verdruß und Langeweile. Wie die Stymphaliden
Umſchwärmen ſie den Tiſch und ſprühn
Von ihren Fittigen Gift unſrem Frieden
Auf alle Speiſen hin.
Wo iſt, ſie zu verſcheuchen, unſer güt’ger Retter,
Der Venus vielgeliebter Sohn,
Apollens Liebling, Liebling aller Götter!
Lebt er? iſt er entflohn?
O gäb’ er mir die Stärke, ſeine mächt’ge Leyer
Zu ſchlagen, die Apoll ihm gab;
Ich rührte ſie, dann flöhn die Ungeheuer
Erſchreckt zur Höll’ hinab.
O leih mir, Sohn der Maja, Deiner Ferſen Schwingen,
Die du ſonſt Sterblichen geliehn,
Die reißen mich aus dieſem Elend, bringen
Mich zu der Ocker hin,
Dann folg’ ich unerwartet ihm am Fluſſe,
Allein, ſo wenig ſtaunet er,
Als ging ihm, angeheftet ſeinem Fuße,
Sein Schatten hinterher.
Von ihm dann unzertrennlich wärmt den jungen Buſen
Der Glanz, der glorreich ihn umgiebt;
Er liebet mich; dann lieben mich die Muſen,
Weil mich ihr Liebling liebt.

An Herrn Profeſſor Zachariä.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Schon wälzen ſchnelle Räder raſſelnd ſich und tragen
Dich von dem unbeklagten Ort
Und ungekettet feſt an Deinen Wagen
Die Freuden mit Dir fort.
Du biſt uns kaum entwichen und ſchwermüthig ziehen
Aus dumpfen Hölen, (denn dahin
Flohn ſie bey Deiner Ankunft, wie vorm Glühen
Der Sonne, Nebel fliehn.)
Verdruß und Langeweile. Wie die Stymphaliden
Umſchwärmen ſie den Tiſch, und ſprühn
Von ihren Fittigen Gift unſerm Frieden
Auf alle Speiſen hin.
Wo iſt, ſie zu verſcheuchen, unſer gütger Retter,
Der Venus vielgeliebter Sohn,
Apollens Liebling, Liebling aller Götter!
Lebt er? iſt er entflohn?
O gäb er mir die Stärke, ſeine mächt’ge Leyer
Zu ſchlagen, die Apoll ihm gab;
Ich rührte ſie, dann flöhn die Ungeheuer
Erſchreckt zur Höll hinab.
O leih mir, Sohn der Maia, Deiner Ferſen Schwingen,
Die Du ſonſt Sterblichen geliehn,
Die reiſſen mich aus dieſem Elend, bringen
Mich zu der Ocker hin.
Dann folg’ ich ohnerwartet ihm am Fluße,
Allein, ſo wenig ſtaunet er,
Als gieng ihm, angeheftet ſeinem Fuße
Sein Schatten hinterher.
Von ihm denn unzertrennlich, wärmt den iungen Buſen
Der Glanz, der glorreich ihn umgiebt;
Er liebet mich, dann lieben mich die Muſen,
Weil mich ihr Liebling liebt.

An Herrn Profeſſor Zachariä.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Schon wälzen ſchnelle Räder raſſelnd ſich und tragen
Dich von dem unbeklagten Ort
Und ungekettet feſt an Deinen Wagen
Die Freuden mit Dir fort.
Du biſt uns kaum entwichen und ſchwermüthig ziehen
Aus dumpfen Hölen, (denn dahin
Flohn ſie bey Deiner Ankunft, wie vorm Glühen
Der Sonne, Nebel fliehn.)
Verdruß und Langeweile. Wie die Stymphaliden
Umſchwärmen ſie den Tiſch, und ſprühn
Von ihren Fittigen Gift unſerm Frieden
Auf alle Speiſen hin.
Wo iſt, ſie zu verſcheuchen, unſer gütger Retter,
Der Venus vielgeliebter Sohn,
Apollens Liebling, Liebling aller Götter!
Lebt er? iſt er entflohn?
O gäb er mir die Stärke, ſeine mächt’ge Leyer
Zu ſchlagen, die Apoll ihm gab;
Ich rührte ſie, dann flöhn die Ungeheuer
Erſchreckt zur Höll hinab.
O leih mir, Sohn der Maia, Deiner Ferſen Schwingen,
Die Du ſonſt Sterblichen geliehn,
Die reiſſen mich aus dieſem Elend, bringen
Mich zu der Ocker hin.
Dann folg’ ich ohnerwartet ihm am Fluße,
Allein, ſo wenig ſtaunet er,
Als gieng ihm, angeheftet ſeinem Fuße
Sein Schatten hinterher.
Von ihm denn unzertrennlich, wärmt den iungen Buſen
Der Glanz, der glorreich ihn umgiebt;
Er liebet mich, dann lieben mich die Muſen,
Weil mich ihr Liebling liebt.

An Herrn Profeſſor Zachariä.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Schon wälzen ſchnelle Räder raſſelnd ſich, und tragen
Dich von dem unbeklagten Ort
Und angekettet feſt an deinen Wagen
Die Freuden mit dir fort.
Du biſt uns kaum entwichen und ſchwermüthig ziehen
Aus dumpfen Hölen, (denn dahin
Flohn ſie bey deiner Ankunft, wie vorm Glühen
Der Sonne, Nebel fliehn.)
Verdruß und Langeweile. Wie die Stymphaliden
Umſchwärmen ſie den Tiſch, und ſprühn
Von ihren Fittigen Giſt unſerm Frieden
Auf alle Speiſen hin.
Wo iſt, ſie zu verſcheuchen, unſer gütger Retter,
Der Venus vielgeliebter Sohn,
Apollens Liebling, Liebling aller Götter!
Lebt er? iſt er entflohn?
O gäb er mir die Stärke, ſeine mächtige Leyer
Zu ſchlagen, die Apoll ihm gab
Ich rührte ſie dann flöhn die Ungeheuer
Erſchreckt zur Höll hinab.
O leih mir Sohn der Maja, deiner Verſen Schwingen
Die du ſonſt Sterblichen geliehn,
Die reiſſen mich aus dieſem Elend, bringen
Mich zu der Ocker hin.
Dann folg ich ohnerwartet ihm am Fluße,
Allein, ſo wenig ſtaunet er,
Als gieng ihm, angeheftet ſeinem Fuße
Sein Schatten hinterher.
Von ihm denn unzertrennlich, wärmt den jungen Buſen
Der Glanz, der glorreich ihn umgiebt;
Er liebet mich, dann lieben mich die Muſen,
Weil mich ihr Liebling liebt.

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 🚧 🚧 🚧
🚧 H.5b Gedichtsammlung von 1815, … revidiertes Druckexemplar
🚧 H.17a Handexemplar Goethes von … 🚧
🚧 s.3 J. W. Goethens Schriften … Druck
🚧 🚧 🚧 🚧

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe H.5b, H.17a, 🚧 , s.3
überliefert in 3 Handschriften H.5b, H.17a, 🚧
überliefert in Druck s.3
Teil von Gedichtsammlung von 1815 H.5b
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Gellerts Monument von Oeser H.5b
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Der Wandrer H.17a, s.3
Nächster Nachbar in der Überlieferung An Silvien H.5b
Nächster Nachbar in der Überlieferung Herbstgefühl H.17a, s.3