Gesang der Geister über den Wassern

»Des Menschen Seele …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
Gesang der Geister über den Wassern
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Des Menschen Seele …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 2,56
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
93392
Kennung in der Gemeinsamen Normdatei
4466366-3

Fassungen aus dem Bereich »Texte«

Gesang der Geister über den Wassern

Des Menschen Seele

Gleicht dem Wasser:

Vom Himmel kommt es,

Zum Himmel steigt es,

Und wieder nieder

Zur Erde muß es,

Ewig wechselnd.

Strömt von der hohen,

Steilen Felswand

Der reine Strahl,

Dann stäubt er lieblich

In Wolkenwellen

Zum glatten Fels,

Und leicht empfangen,

Wallt er verschleyernd,

Leisrauschend,

Zur Tiefe nieder.

Ragen Klippen

Dem Sturze entgegen,

Schäumt er unmuthig

Stufenweise

Zum Abgrund.

Im flachen Bette

Schleicht er das Wiesenthal hin,

Und in dem glatten See

Weiden ihr Antlitz

Alle Gestirne.

Wind ist der Welle

Lieblicher Buhler;

Wind mischt vom Grund aus

Schäumende Wogen.

Seele des Menschen,

Wie gleichst du dem Wasser!

Schicksal des Menschen,

Wie gleichst du dem Wind!

Historisch überlieferte Fassungen

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Der Menschen Seele
Gleicht dem Wasser
Vom Himmel kommt es
Zum Himmel steigt es
Und wieder nieder
Zur Erde muss es
Ewig wechselnd.
Strömt von der Hohen hohen
Steilen Felswand
Der reine Stral,
Stäubt er lieblich
In Wolken Wellen
Zum glatten Fels,
Und leicht empfangen
Wallt er schleiernd
Leisrauschend
Zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen
Dem Sturz entgegen
Schäumt er unmuthig
Stufeweise
Zum Abgrund,
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesthal hin
Und im glatten See
Weidet ihr Angliz
Alle Gestirne.
Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler
Wind mischt von Grund aus
Alle die Wogen.
Seele des Menschen
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen
Wie gleichst du den Wind!
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Gesang der Geister über den Wassern

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Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muß es,
Ewig wechselnd.
Strömt von der hohen
Steilen Felswand
Der reine Strahl,
Dann stäubt er lieblich
In Wolckenwellen
Zum glatten Fels,
Und leicht empfangen
Wallt er verschleyrend
Leisrauschend
Zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen
Dem Sturze entgegen,
Schäumt er unmutig
Stufenweise
Zum Abgrund.
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesthal Wiesenthal hin,
Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz
Alle Gestirne.
Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler,
Wind mischt von Grund aus
Schäumende Wogen.
Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser . !
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind . !

Gesang der lieblichen Geister in der Wüste

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Des Menschen Seele
gleicht dem Waßer
vom Himmel kommt es
zum Himel steigt es
Und wieder nieder
zur Erde muß es
ewig wechselnd.
Strömt von der hohen
steilen Felswand
der reine Strahl
stäubt er lieblich
zu Wolcken Wellen
zum glatten Fels
und leicht empfangen
wallt er schleyrend
leis rauschend
zur Tiefe nieder
Ragen Klippen
den Sturtz entgegen
schäumt er unmuthig
stufeweise
zum Abgrund.
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesthal hin
und Und in dem glatten See
weiden ihr Antlitz
alle Gestirne
Wind ist der Welle
lieblicher Buhler
Wind mischt von Grund aus
alle die Wogen
Seele des Menschen
wie gleichst du dem Waßer
Schicksaal des Menschen
wie gleichst du dem Wind.

Gesang der Geisterüber den Wassern.

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Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muß es,
Ewig wechselnd.
Strömt von der hohen,
Steilen Felswand
Der reine Strahl,
Dann stäubt er lieblich
In Wolkenwellen
Zum glatten Fels,
Und leicht empfangen,
Wallt er verschleyernd,
Leisrauschend,
Zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen
Dem Sturze entgegen,
Schäumt er unmuthig
Stufenweise
Zum Abgrund.
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesenthal hin,
Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz
Alle Gestirne.
Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.
Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!
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Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
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🚧 H.10:2 Sammlung von Gedichten un … Abschriften
🚧 H.5b Gedichtsammlung von 1815, … revidiertes Druckexemplar
🚧 H.4 Vermischte Gedichte, … Reinschrift
🚧 H.73 Gesang der Geister über d … Abschrift
🚧 S 8 Goethe’s Schriften. Achte … Druck
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Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe H.10:2, H.5b, H.4, H.73 , S 8
datiert auf Früher (?) als zwischen dem 9. und 14. Oktober 1779 Brüning/Henke 2025
überliefert in 4 Handschriften H.10:2, H.5b, H.4, H.73
überliefert in Druck S 8
Teil von Gedichtsammlung von 1815 H.5b
Teil von Vermischte Gedichte, Zweyte Sammlung H.4
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Vom Berge H.10:2
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Mahomets Gesang H.5b, H.4, S 8
Nächster Nachbar in der Überlieferung Bundeslied H.10:2
Nächster Nachbar in der Überlieferung Meine Göttin H.5b, H.4, S 8