Der Goldschmiedsgesell

»Es ist doch meine Nachbarin …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
Der Goldschmiedsgesell
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Es ist doch meine Nachbarin …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 1, 35
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
90433

Historisch überlieferte Fassungen

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Es ist doch meine Nachbarinn
Ein allerliebstes Mädchen!
Wie früh' ich in der Werkstatt bin,
Blick' ich nach ihrem Lädchen.
Zu Ring' und Kette poch' ich dann
Die feinen goldnen Drätchen.
Ach! denk' ich wann? und wieder wann?
Ist solch ein Ring für Kätchen.
Und thut sie erst die Schaltern auf,
Da kommt das ganze Städtchen,
Und feilscht und wirbt mit hellem Hauf
Um's Allerley im Lädchen.
Ich feile; wohl zerfeil' ich dann
Auch manches goldne Drätchen;
Der Meister brummt, der harte Mann!
Er merkt, es war das Lädchen.
Und flugs wie nur der Handel still,
Gleich greift sie nach dem Rädchen.
Ich weiss wohl, was sie spinnen will:
Es hofft das liebe Mädchen.
Das kleine Füsschen tritt und tritt;
Da denk' ich mir das Wädchen,
Das Strumpfband denk' ich auch wohl mit,
Ich schenkt's dem lieben Mädchen.
Und nach den Lippen führt der Schatz
Das allerfeinste Fädchen:
O wär' ich doch an seinem Platz
Wie küsst' ich mir das Mädchen!

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 25/W 31 Der Goldschmiedsgesell, … Abschrift

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe 25/W 31
überliefert in Handschrift 25/W 31